Unterwasserlaufband
„Leben ist Bewegung, wo Bewegung gestört ist, beginnt Krankheit“.
– Andrew Taylor Still
Durch den Wasserauftrieb wird das Körpergewicht um bis zu 80% reduziert, das erleichtert dem Hund die vollständige Gelenkbewegung und entlastet die Gelenke. Da der Hund gegen den Wasserdruck laufen muss, wird mehr Muskelkraft benötigt. Die Muskulatur wird effektiv und gelenkschonend aufgebaut. Dieser Trainingseffekt kann durch die einstellbare Schrägstellung erhöht werden.
Der hydrostatische Druck des Wassers fördert die Mikrozirkulation, ähnlich wie die manuelle Lymphdrainage. So kann der Lymphabfluss bei Schwellungen unterstützt werden. Der Einstieg erfolgt über einen Steg/Rampe, dann wird das beheizte Wasser in das Therapiebecken eingelassen (Gewöhnungseffekt). Die Laufbandgeschwindigkeit ist stufenlos regulierbar. Durch die Glasfront ist ein Beobachten der Bewegungsabläufe möglich. So kann jederzeit eingegriffen werden.
Mir ist es sehr wichtig, dass der Hund gerne zur UWL-Therapie kommt. Es sollte kein Zwang entstehen, gerade bei wasserscheuen Hunden nehme ich mir Zeit (Gewöhnungsphase 2-3 Sitzungen), der Spaß kommt nicht zu kurz.
Mitzubringen sind 1-2 Handtücher, evtl. Bademantel, schmackhafte kleine Leckerlis oder Leberwurst.
Je nach Krankheitsbild / Patientenzustand sind die Laufzeiten / Pausen sehr unterschiedlich
Indikationen
- vor / nach Operationen
- zum Muskelaufbau und -erhalt (Senioren)
- Verbesserung der Beweglichkeit
- Sport- / Diensthunde als Kraft- / Ausdauertraining
- bei Adipositas (Übergewicht), zur Gewichtsreduktion/bei Bewegungsmangel
- Gangbildschulung
- degenerative Erkrankungen (HD, ED, Arthrose)
- chronische Erkrankungen (z. B. Spondylose)
- akute Erkrankungen (z. B. Bandscheibenvorfall)